Tipps für

erfolgreiches Schreiben

Afra Sturm

Hast du dir schon einmal überlegt, was genau passiert, wenn du schreibst? Wenn man einen Text schreibt, macht man sehr viel mehr als nur Ideen suchen, formulieren und aufschreiben. «Gut schreiben können» bedeutet nicht «schnell schreiben», sondern sich die Zeit nehmen, die notwendig ist, damit der Text gut wird. Dazu gehört, dass man sich bspw. Folgendes überlegt:

a)      Was will ich mit meinem Text bei meinen Lesern, Leserinnen erreichen?

Beispiel: Ich will mit meinem Beschwerdebrief erreichen, dass mir eine Lieferung des Geräts X ersetzt wird, weil …

b)      Welche Textsorte sollte ich dazu einsetzen? Wie ist sie aufgebaut?

Beispiel: Ich weiss, dass Briefe einen Adressaten, eine Anrede, einen eigentlichen Text, eine Grussformel sowie einen Absender haben. Für den eigentlichen Text muss ich mir überlegen, was genau ich da sagen möchte. Ich muss sicher zuerst die Situation schildern, damit meine Leser/-innen auch wissen, worum es geht. Dann …

c)      Wie muss ich das formulieren?

Beispiel: In einem formellen Brief sollte ich nicht «Liebe Leute» oder so schreiben, so erreiche ich mein Ziel nicht. Da ist eine formelle Anrede wie «Sehr geehrte Damen und Herren» besser. Wenn ich ausserdem möchte, dass mir die Lieferung ersetzt wird, muss ich darauf achten, dass sie mich verstehen. Und auch wenn ich mich geärgert habe, ist es besser, wenn ich es höflich formuliere. Dann …

Wenn ein Entwurf eines Textes verfasst wurde, lohnt es sich, diesen Entwurf kritisch zu prüfen. Dabei macht man sich ähnliche Gedanken, wie wenn man einen Text plant (vgl. a–c).

Wenn du mit einem Text nicht zufrieden bist oder du auch merkst, dass dein Text nicht gut ankommt, kann es daran liegen, dass dein Schreibprozess nicht ideal war. In einem solchen Fall lohnt es sich, dein Vorgehen zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. Dazu haben sich Schreibstrategien besonders bewährt. Deine Lehrperson kann dich dabei unterstützen.